Mit steigenden Anforderungen aus freiwilliger und verpflichtender Nachhaltigkeitsberichterstattung benötigen Produktionsfirmen, Sender und Studios zunehmend vollständige, konsistente und prüfbare Emissionsdaten. Diese Anforderungen werden zwangsläufig an die Produktionen weitergegeben, da sie ein relevanter Bestandteil der Unternehmensklimabilanz sind. Dadurch entsteht ein klarer Gap zwischen der bisherigen, förderorientierten Bilanzierungspraxis in Film & TV und den deutlich komplexeren Anforderungen der Unternehmensberichterstattung.
Der Workshop macht diesen Gap sichtbar und bearbeitbar. Die Teilnehmenden lernen, CO2e-Daten so aufzubereiten, dass sie über Förderkontexte hinaus für Unternehmens- und Nachhaltigkeitsberichte nutzbar sind – praxisnah erarbeitet anhand einer gemeinsamen Case Study.
Ziel ist dabei nicht Perfektion, sondern Anschlussfähigkeit.
Inhalte konkret
- Neue Anforderungen an Klimabilanzierung: CSRD & VSME als Treiber für Nachhaltigkeitsberichterstattung
- Klimabilanzierung auf Organisationsebene: Corporate Carbon Footprint (GHG-Protocol)
- CCF & PCF im Zusammenspiel: Product Carbon Footprint (ISO 14067)
- Praxis & Herausforderungen: Typische Datenlücken, Umgang mit fehlenden oder unsicheren Daten
- Case Study zu Datenlücken, Emissionsfaktoren, Dokumentation sowie Zertifizierung von Klimabilanzen
Zielgruppe
Er richtet sich an Praktiker*innen mit Grundkenntnissen in der CO2-Bilanzierung. Der Workshop vermittelt, welche Lebenszyklusphasen künftig relevant sind, wie sich Anforderungen aus GHG Protocol, CSRD und VSME praktisch auf Filmproduktionen übersetzen lassen.
Zertifikat
Die Teilnahme am Workshop wird auf Nachfrage mit einem Zertifikat der Campus bescheinigt.
Dozent:innen
Der Workshop wird geleitet von Dr. Elisabeth Ignasiak, Nachhaltigkeitsexpertin mit Erfahrung aus mehr 50 Projekten an der Schnittstelle von CO₂e-Bilanzierung, Softwarelösungen und Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Ergänzt wird der Workshop durch die Perspektive von Roman Russo, Geschäftsführer der GWK Grüner Werkzeugkasten GmbH sowie von Green Toolkit Inc. (USA) und Green Toolkit Austria. Sein Fokus liegt auf der Frage, wie Film- und TV-Produktionen strukturell in Unternehmens- und Konzernberichte integriert werden können – ohne die operative Realität am Set aus dem Blick zu verlieren.